BFL Warum bei Maschenhexe eine neue Kollektion entsteht

BFL Warum bei Maschenhexe eine neue Kollektion entsteht

Warum bei Maschenhexe eine neue Kollektion entsteht

Manchmal beginnt eine neue Kollektion nicht mit einem fertigen Konzept.

Manchmal beginnt sie mit einem Garn.

So war es auch bei der neuen BFL-Kollektion von Maschenhexe.

BFL steht für Bluefaced Leicester, eine britische Schafrasse, deren Wolle für ihre besondere Feinheit und ihren weichen Griff bekannt ist. Als ich das Garn zum ersten Mal in den Händen hatte, war ich ehrlich gesagt überrascht. Ich hatte eine schöne, hochwertige Wolle erwartet – aber nicht diese Weichheit.

Also habe ich angefangen, sie auszuprobieren.

Nicht nur mit einem kleinen Probestück, das nach dem Waschen wieder in der Schublade verschwindet. Ich wollte wissen, wie sich das Garn wirklich verhält. Beim Stricken, beim Waschen, beim Anfassen und schließlich beim Tragen.

Denn genau das ist für mich der entscheidende Punkt.

Ein schönes Garn allein reicht mir nicht

Bei Maschenhexe geht es nicht darum, möglichst viele verschiedene Garne anzubieten. Ich möchte vielmehr herausfinden, welche Materialien wirklich zu meiner Vorstellung von Kleidung passen.

Natürlich. Hochwertig. Tragbar. Langlebig.

Ein Garn kann auf der Banderole wunderbar klingen und sich im Laden großartig anfühlen. Entscheidend ist für mich aber, was danach kommt.

Wie verändert es sich beim Waschen?

Wie fühlt sich das fertige Kleidungsstück auf der Haut an?

Wie hält es dem Alltag stand?

Und möchte man es auch in einigen Jahren noch gerne tragen?

Gerade bei handgestrickter Kleidung ist das wichtig. In einem Pullover steckt nicht nur Wolle. Darin steckt Zeit. Viele Stunden Arbeit, Überlegung und Handwerk.

Diese Zeit möchte ich nicht in ein Kleidungsstück investieren, das nach kurzer Zeit seine Form verliert oder nicht mehr gerne getragen wird.

Deshalb wächst die BFL-Kollektion langsam

Das erste Modell aus dieser Wolle ist BFL Nele.

Ein schlichter, gerade geschnittener Damenpullover aus 100 % Bluefaced Leicester. Das Lochmuster bringt Bewegung in die Fläche, während die überschnittenen Schultern und die voluminösen Ärmel dem Pullover seine moderne Silhouette geben.

Die Farbe Umber passt für mich wunderbar zu diesem Garn. Ein warmes, natürliches Braun, das die Struktur des Gestricks nicht überdeckt, sondern unterstützt.

Aber BFL Nele soll nicht allein bleiben.

Die neue Kollektion entsteht Schritt für Schritt. Weitere Modelle werden hinzukommen – allerdings nicht einfach deshalb, weil eine neue Kollektion gut aussieht.

Ich möchte erst herausfinden, was diese Wolle alles kann.

Vielleicht entstehen daraus weitere Damenpullover. Vielleicht Kinderkleidung. Vielleicht Modelle mit Lochmustern, feinen Strukturen oder ganz anderen Formen.

Das Material gibt dabei ein Stück weit die Richtung vor.

Kleidung ist nicht gleich Kleidung

Das ist ein Gedanke, der für Maschenhexe immer wichtiger geworden ist.

Wenn wir ein Kleidungsstück kaufen, sehen wir zuerst die Farbe, den Schnitt und vielleicht den Preis. Viel weniger sichtbar sind das Material, die Herstellung und die Zeit, die darin steckt.

Dabei gibt es einen großen Unterschied zwischen einem Kleidungsstück, das möglichst schnell produziert wurde, und einem Pullover, den jemand Masche für Masche mit der Hand gestrickt hat.

Ich möchte diesen Unterschied zeigen.

Nicht mit erhobenem Zeigefinger und auch nicht mit dem Anspruch, dass jeder nur noch handgestrickte Kleidung tragen soll.

Sondern mit der einfachen Einladung:

Schaut hin.

Welches Material wurde verwendet?

Wie wurde es hergestellt?

Wie fühlt es sich an?

Wie lange wird es wahrscheinlich bleiben?

Und ist es ein Kleidungsstück, das man wirklich tragen möchte?

Ein neues Kapitel bei Maschenhexe

Die BFL-Kollektion ist deshalb mehr als eine neue Produktkategorie.

Sie ist ein weiterer Schritt auf dem Weg von Maschenhexe.

Ich möchte Materialien entdecken, die mich überzeugen, sie ausprobieren und ihre Eigenschaften wirklich kennenlernen. Und erst dann entscheiden, welche davon ihren Platz bei Maschenhexe bekommen.

Die Kollektion wird deshalb langsam wachsen.

Mit jedem Modell, das entsteht. Mit jedem Garn, das sich im Alltag bewährt. Und vielleicht auch mit dem einen oder anderen Material, das am Ende doch nicht bleibt.

Denn genau das gehört für mich zu einem Atelier:

Nicht alles muss sofort fertig sein.

Manches darf entstehen.

Und manches darf erst einmal ausprobiert werden.

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